BGM-IMPULS | #04

HAND AUFS HERZ: LERNEN FÜHRUNGSKRÄFTE GENUG ÜBER BGM?
Können Sie sich an Ihre letzte Führungsschulung erinnern?
Kommunikation? Konfliktmanagement? Zielvereinbarungen? Mitarbeitergespräche?
Und Betriebliches Gesundheitsmanagement?
Vermutlich eher weniger.
Dabei begegnen Führungskräfte gesundheitlichen Fragestellungen längst im Führungsalltag.
Eine Mitarbeiterin wirkt seit Wochen erschöpft. Ein Mitarbeiter fällt wiederholt aus. Im Team steigt die Belastung. Eine private Situation beeinflusst plötzlich die Arbeitsfähigkeit.
Was tun Sie? Ansprechen oder lieber abwarten?Wie weit dürfen Sie nachfragen?Wo endet Ihre Verantwortung?Und wann braucht es Unterstützung durch HR oder andere Fachstellen?
Genau hier fehlt Führungskräften aus meiner Sicht oftmals das nötige Handwerkszeug.
Nicht, damit Sie Diagnosen stellen oder die Probleme Ihrer Mitarbeitenden lösen.
Das ist nicht Ihre Aufgabe.
Aber Führungskräfte sollten Veränderungen wahrnehmen, Belastungen ansprechen und wissen, welche Handlungsmöglichkeiten sie haben – und wo ihre Grenzen liegen.
Denn Gesundheit am Arbeitsplatz ist längst Teil von Führung.
Grundlagen des BGM gehören deshalb für mich auch in die Führungsschulung.
Nicht als weiteres theoretisches Modell. Führungskräfte müssen keine Gesundheitsexperten werden.
Aber sie sollten in gesundheitlich relevanten Führungssituationen handlungsfähig sein.
Veränderungen wahrnehmen. Belastungen ansprechen. Die eigene Rolle und deren Grenzen kennen. Arbeitsbedingungen hinterfragen. Wissen, wann weitere Unterstützung notwendig ist. Und dabei auch die Auswirkungen auf das gesamte Team im Blick behalten.
Bauchgefühl kann ein guter Kompass sein.
Aber gerade in schwierigen Situationen ist es hilfreich, zusätzlich eine Landkarte zu haben.
Und jetzt interessiert mich die Führungsperspektive:
War BGM Bestandteil Ihrer letzten Weiterbildung? Und was hätten Sie dort gerne darüber gelernt?



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